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Geschichte

Ende des 14. Jahrhunderts erlangte die Gesellschaft zu Pfistern ihre Sonderstellung als Vennerzunft. Prägend war die Übernahme des Vormundschaftswesens und der Armenfürsorge.

Die Geschichte der Gesellschaft zu Pfistern

Gegründet wurde die Stadt Bern im Jahr 1191, doch erst zu Beginn des 14. Jahrhunderts tauchen in bernischen Quellen die Handwerkskorporationen auf. Urkundlich erstmals erwähnt wird Pfistern, die Korporation der Bäcker und Müller, im Jahr 1314. Sie beklagte sich damals zusammen mit den Metzgern und den Küfern über die Gerber, welche mit ihren Tierhäuten das Stadtwasser verschmutzten.

Trotz Widerstand der Ratsregierung gewannen die Gesellschaften und Zünfte bis gegen Ende des 14. Jahrhunderts an Einfluss. Pfistern erwarb in dieser Zeit neben den Metzgern, Schmieden und Gerbern ihre Sonderstellung als Vennerzunft. Jede Vennerzunft stand einem Berner Stadtviertel sowie einem Landgericht vor. Pfistern war zuständig für das Landgericht Seftigen sowie für das südwestliche Stadtviertel westlich der Kreuzgasse und südlich der Kram-, Markt- und Spitalgasse.

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Pfistern galt als erste Vennerzunft und nahm von da an in der Hierarchie der Zünfte nach Distelzwang den zweiten Platz ein. Wegen dieser Vorzugsstellung war Pfistern attraktiv für Regierende und Leute mit politischen Ambitionen. Dies ist mit ein Grund, weshalb die Gesellschaft zu Pfistern eine der grossen Zünfte ist und verhältnismässig viele altbernische Geschlechter in ihren Reihen aufweist.

1536 übertrug die bernische Gerichtssatzung den Gesellschaften und Zünften die Vormundschaft ihrer Angehörigen, 1676 kam die Fürsorge dazu. Die Tradition des Vormundschaftswesens und der Fürsorge ist der Grund, weshalb Pfistern wie die anderen Gesellschaften und Zünfte Berns eine Körperschaft des öffentlichen Rechts geblieben ist.