Liegenschaften

Die Gesellschaft zu Pfistern muss ihre fürsorgerischen Aufgaben, die Erziehungs- und Ausbildungsbeiträge sowie die gesellschaftlichen Anlässe selber finanzieren. Dazu dienen die Erträge aus Wertschriften und Liegenschaften. Nachfolgend ein Überblick über die Liegenschaften im Vermögen der Gesellschaft zu Pfistern.

Zunfthaus Kramgasse 9

Die Gesellschaft zu Pfistern erwarb das Gebäude Kramgasse 9 im Jahr 1921 als Ersatz für das Zunfthaus beim Zytglogge. Der Zunftsaal befindet sich im ersten Stock. Vorgelagert ist das Waisenkommissionszimmer, welches durch die grosse Pfistern-Fahne aus dem Jahr 1670 geprägt wird.

Die Möblierung im Zunftsaal ist schlicht. Dennoch sind die Tradition und die reiche Geschichte der Pfistern sofort zu spüren. Dafür sorgen unter anderem die Porträtgemälde und Wappenscheiben von grossen Persönlichkeiten und Familien der Gesellschaft, die reich verzierten Spiegel und die Pendule. Und natürlich der Kachelofen, welcher bis vor wenigen Jahren noch in Betrieb war: Bis 2013 musste der Umbieter – der Hausmeister – morgens den Ofen mit Kohle einfeuern, wenn ein Anlass stattfand. Erst bei der grossen Liegenschaftssanierung 2013 / 2014 wurde im Zunftsaal eine Heizung eingebaut. Der Saal kann für private Anlässe gemietet werden.

Kornhausplatz 10/12

Aus der Erbschaft eines Mitglieds der Waisenkommission, Prof. Dr. Max Waiblinger, kam Pfistern 1962 in den Besitz der Liegenschaft Kornhausplatz 10. 1964 konnte die Gesellschaft das Nachbarhaus Kornhausplatz 12 erwerben. Dessen Vorderhaus wurde 1720 bis 1725 erbaut und gilt als das einzige vollständig erhaltene Privathaus des 18. Jahrhunderts am Kornhausplatz. 1994 wurden die beiden Häuser umfassend saniert. Mit Hilfe der Denkmalpflege wurden zwei Kachelöfen gerettet, Wandmalereien mit Bollenfries und Pfauenaugen freigelegt und ein Alkoven erhalten.

Postgasse 26

Das Gebäude Postgasse 26 war eine Liegenschaft mit bescheidenem Komfort. Die Mietzinse waren so tief, dass der Unterhalt mit den Einnahmen nicht bestritten werden konnte. 1987 wurde die Liegenschaft für 40 Jahre im Baurecht an die Gemeinnützige Baugenossenschaft Bern abgegeben.

Werkgasse 52/54

2010 übernahm Pfistern diese Liegenschaft mit Baujahr 1948. Das Haus verfügt über zwei Hauptzugänge mit je sechs Wohneinheiten.